Honduras – weltwärts
Die Schule ist vorbei – wann gibt es einen besseren Zeitpunkt für ein Auslandsjahr?
Ich werde also ein Jahr nach Honduras gehen, im Rahmen eines Freiwilligendienstes.
Am 20. August ging es los mit dem Flugzeug von Berlin nach Madrid, von dort nach Miami – 24 h Aufenthalt – es folgen Miami-Guatemala, Guatemala-Tegucigalpa. Ich war fast 2 Tage unterwegs : ).
Organisiert bin ich über den ICJA, der schon seit 60 Jahren Freiwillige austauscht und programmiert mit “weltwärts”, welches erst seit Januar 2008 läuft.
ICJA ?
Der Internationale christliche Jugendaustausch (kurz ICJA) ist meine Entsendeorganisation, die mit der Partnerorgansition in Honduras kooperiert, wodurch ich mein Projekt bekommen habe. Außerdem kümmert sie sich um den ganzen Papierkram zur Finanzierung über “weltwärts” und bereitet mich auf Seminaren fachgerecht auf mein Auslandsjahr vor und nach.
Freiwilligendienste bietet der ICJA schon seit 60 Jahren an, bisher jedoch vom Exchangee selbst finanziert, nun mit der Möglichkeit zur Förderung durch “weltwärts”.
Mehr und ausführlichere Infos zum ICJA hier oder auf dem Logo.
weltwärts ?
“weltwärts” ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (kurz BMZ) initiiert wurde. Wie gesagt läuft dieses Programm erst seit Beginn diesen Jahres, weshalb alles noch sehr chaotisch läuft und viele Sachen erst ganz neu entschieden werden müssen.
Im Grunde geht es darum, dass sich Menschen zwischen 18 und 28 Jahren auf freiwilliger Basis im Ausland (also den sogenannten Entwicklungsländern) in sozialen und auch ökologischen Projekten engagieren können, ohne dabei zwangsläufig auf einen Geldvorrat angewiesen zu sein. Inhaltlich also wie ein Freiwilliges soziales, kulturelles oder ökologisches Jahr, wie man es aus Deutschland kennt, finanziell aber anders gefördert und rechtlich in einer extra-Sparte angesiedelt.
Vom BMZ werden 75% der Kosten für das Jahr übernommen (Versicherung, Flug, Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld, Seminare, pädagogische Begleitung), max. 580€ pro Monat. Ein Viertel – max. 150 € im Monat – muss der Teilnehmer durch Sponsoren aufbringen, wobei die Auswahl des Freiwilligen nicht von der Höhe der Spenden abhängen soll.
Wenn alles gut geht sind also 730€ pro Monat gesichert, leider kostet im wahren Leben so ein Aufenthalt rund 50€ im Monat mehr, was sich bei 12 Monaten und vielen Freiwilligen leppert. Wer dafür aufkommen soll ist bis jetzt nicht geregelt, vorerst werden wohl die Entsendeorganisationen dafür aufkommen müssen. Bleibt zu hoffen, dass sie daran nicht eingehen.
An sich finde ich die Sponsoren-Sache eigentlich eine ganz gute Idee, da so nicht nur etwas Geld zusammen kommt, sondern gleichzeitig viele Menschen etwas über die Situation im Gastland erfahren und man so vielleicht mehr Verständnis für andere Kulturen und Lebensweisen entwickeln kann.
Da auch mein Förder- bzw. Sponsorenkreis noch nicht vollständig ist, würde ich mich über einen kleinen Be(i)trag sehr freuen. Ein Beitrag meinerseits könnte z.B. ein Vortrag, eine Austellung, ein Artikel oder ähnliches sein, erstere natürlich erst nach meiner Rückkehr. Förderkreismitglieder erhalten 3 bis 4 Mal Extra-Post von mir, der Blog ist natürlich auch ohne immer und für Alle zugänglich.
Spendenquittungen sind auf Wunsch erhältlich, bitte kontaktieren.
Honduras ?
Was zu essen? – Nein, ein Land in Mittelamerika, so ungefähr zwischen Mexico und Panama. Zur Vergrößerung auf die Karte klicken.
Ja was mache ich denn nun eigentlich in Hoduras?
Ich arbeite in einem Zentrum für Blinde von 18 bis 85 Jahren, dem Centro Artesanal e Industrial para Ciegos (handwerkliches und industrielles Zentrum für Blinde) in Santa Lucía, einem kleinen Ort in der Nähe von Tegucigalpa, der Hauptstadt von Honduras.
Bis jetzt waren meine Aufgaben in den Unterrichtsstunden Orientacion und Braille zu helfen, sprich Techniken zur Orientation beibringen und die Blindenschrift Braille auf allen erdenklichen Niveuas unterrichten, wobei ich fuer gewoehnlcih auch einen richtigen Lehrer an der Seite habe, gelegentlich mach ich aber auch eine Stunde alleine. Naechstes Jahr werde ich wohl auch Englisch unterrichten (CAIPAC hat wie fast alle unterrichtenden Einrichtungen in Honduras von November bis Februar Ferien). Ausserdem ganz allgemein helfen, Blinde mit mehr Problemen begleiten zB oder beim Mittagessen ausgeben helfen. Und was es halt in Einem Internat immermal zu tun gibt.
Wenn es soweit ist, könnt ihr ja alles in den hoffentlich regelmäßigen Posts nachlesen.
Untergebracht bin cih in einer Gastfamilie in Santa Lucía, 5 Minuten Fussweg zum Projekt. Eine sehr nette Familie, mit drei Gastgeschwistern (23 s, 19 b, 9 s), wobei meine grosse Schwester nciht mehr zu Hause wohnt. dei meiste zeit des Jahres sind wir auch nur zu viert, da mein Gastvater auf einem Kreuzschiff arbeit und nur von Oktober bis Dezember/Januar zu Hause ist.



